50 Jahre VAK Allagen

Jubiläumsveranstaltung am 02.11.2013

Allagen ( thof ) :

Im Jahr 1963 wurden die „Vereinten Allagener Karnevalisten“ (VAK Allagen) gegründet – karnevalistische Aktivitäten gab es allerdings in Allagen schon lange vorher. Das ergaben Recherchen, die die Freunde des heimischen Karnevals schon vor geraumer Zeit anstellten. So stand die Wiege des Allagener Karnevals wohl in Westendort: „Nach mündlichen Überlieferungen gab es in Allagen schon Ende des 19. Jahrhunderts Karnevalsschauspiele und Umzüge. Ältere Mitbewohner erinnern sich noch gut an einen Umzug, der im Jahr 1937 in Niederbergheim begann und dann über Westendorf ins Dorfzentrum Allagens führte.VAK-Umzug-1937 Längere Rasten legten die Karnevalisten in den Gasthöfen Lenze, Göbel und Kühle im Dorfzentrum Allagens ein und zogen dann weiter vorbei am Hause Gerke wieder zurück nach Niederbergheim, wo alle Mitwirkenden kräftig und ausgiebig feierten!“ weiß der derzeitige VAK-Präsident Sebastian Koch zu berichten. Mit großer Freude erfuhren er und seine karnevalistischen Mitstreiter beim Studium alter Unterlagen, dass die Karnevalisten bei dem besagten Umzug während einer Rast an der Kirche eine Friedenspalme pflanzten – als „Symbol der ewigen Versöhnung zwischen Allagen und Niederbergheim!“ Es folgten bis zum 2. Weltkrieg weitere Rosenmontagszüge. UnmitVAK-MGV-1950telbar nach Kriegsende griffen Karnevalsfreunde die alten Traditionen wieder auf. So luden Turnverein, SGV, Feuerwehr, Gesangverein, usw. zu unterschiedlichen, karnevalistisch geprägten Feiern in Allagener Gaststätten – u.a. Kühle, Horche – ein. 1959 kam es zunächst zu einer Absprache zwischen der Kolpingfamilie und der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, in Allagen Karnevalsfeiern im Wechsel durchzuführen, ehe andere Vereine mit bis dahin eigenen karnevalistischen Aktivitäten anstießen, vereint in Allagen Karneval zu feiern – das war im Jahr 1963 die Geburtsstunde der „Vereinten Allagener Karnevalisten“.VAK-J-Risse-Präsi-Gründ

So ist auch die etwas ungewöhnliche Konstruktion der VAK zu erklären, dass nämlich in Allagen Vereine VAK-Mitglieder sind und nicht wie in anderen Orten Einzelpersonen. Blasorchester, Fanfarencorps, Freiwillige Feuerwehr, Männergesangverein, TuS Grün-Weiß, Kolpingfamilie, Mütterverein, KJG und die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft schlossen sich im Jahr 1963 zu den VAK zusammen und feierten gemeinsam im Ratskeller der Möhnetalhalle Karneval. Männer der ersten Stunde waren dabei Josef Risse, Norbert Schulte, Adolf Klenter, Gregor Schulte, Günther Störmann, Walter und Helmut Wohlmeiner. Bereits ein Jahr später, im Jahr 1964, war der Zuspruch so groß, dass die Verantwortlichen beschlossen, die Kappensitzung unter Leitung von Norbert Schulte, Walter Wohlmeiner und Rudi Stallmeister in der vorderen Hälfte der Schützenhalle durchzuführen. Wieder nur ein Jahr danach fand die von Präsident Josef Risse geleitete erste Kappensitzung in der ganzen Möhnetalhalle statt – mehr als 500 begeisterte Besucher verwandelten die Schützenhalle in ein Tollhaus, als der erste VAK-Prinz Theo Weber aus dem Hause „Timpelmann“ die Bühne betrat. Zahlreiche Veränderungen prägten die dann folgenden Jahre: 1966: Gründung eines Elferrates und einer Männertanzgarde mit dem Tanzmariechen Waltraud Berghoff (geb. Schulte) und Tanzoffizier Norbert Kutscher; 1973: Erstes Prinzenpaar Ursula und Werner Ferber; 1975: Walter Wohlmeiner (Wilmeken) folgt Josef Risse als Präsident; Gründung einer Damengarde; 1980: Gründung eines Senats; 1986: Gründung einer Juniorengarde; 1988: Heinrich Münstermann wird VAK-Präsident; 1994: Gründung einer Kindergarde; 2010 Sebastian Koch wird VAK-Präsident und steht auch im Jubiläumsjahr 2013 an der Spitze der heimischen Narren. Die Geburtstagsfeier – 50 Jahre VAK Allagen – findet am Samstag, dem 02. November 2013, in der Möhnetalhalle Allagen statt. “Wir wollen unseren 50. Geburtstag mit Gästen aus Nah und Fern und natürlich ganz besonders mit all unseren Freunden aus Allagen feiern und sind sicher, dass unsere Jubiläums-Party mit der Stimmungs-Band „Habanera“ ein voller Erfolg wird!“ lädt S. Koch herzlich ein.