Volles Haus bei 1. Dorfkonferenz in Allagen

Initiativkreismitglieder von Resonanz überwältigt

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„Sicher haben wir von unseren Mitbewohnern für unser Engagement zum Wohle Allagens und Niederbergheims in den vergangenen Wochen und Monaten schon viele positive, aufmunternde Wortbeiträge erfahren. Das war zum einen schön, zum anderen hat es uns bei unserer Arbeit beflügelt. Trotzdem haben wir – auf dem Boden der Tatsachen stehend – uns natürlich gefragt, wie wird wohl die Resonanz unserer Mitbewohner auf die Einladung zur Teilnahme an der 1. Dorfkonferenz in Allagen sein. Wir waren enorm gespannt – und sind jetzt total happy darüber, wie viele Menschen unserer Einladung gefolgt sind!“ ließ Initiativkreis-Sprecher Siegfried Kutscher seinen Gefühlen schon kurz nach Ende der 1. Dorfkonferenz freien Lauf. Mehr als 180 Stühle hatten die Initiativkreis-Mitglieder gestellt – eine erhebliche Menge an Stühlen musste nachgeordert werden, um allen Gästen einen Sitzplatz anbieten zu können. Sie alle hieß Initiativkreis-Sprecher Heinrich Münstermann zu Beginn der 1. Dorfkonferenz in der Allagener Schützenhalle herzlich willkommen: namentlich erwähnte er Warsteins Stellvertretenden Bürgermeister Ferdi Kühle, Allagens OV Peter Linnemann und Pastor Raoul van Lieshout. Kurz ging H. Münstermann auf die inhaltlichen Ziele des Nachmittags ein und gab die vom Initiativkreis festgelegte Vorgehensweise bekannt. So sollten die fast 200 Besucher zunächst notieren, was ihnen an Positivem in Allagen-Niederbergheim besonders gefiel, dann darauf eingehen, was sie als besonders schlecht einstuften, um dann Wünsche zu formulieren, welche Verbesserungen anzustreben seien und wobei sie mitarbeiten möchten, die gesteckten Ziele auch zu erreichen. Hier schaltete sich Siegfried Kutscher ein und stellte zunächst einige grundsätzliche gesellschaftliche Veränderungen vor. So ist die Bevölkerung der gesamten Stadt Warstein innerhalb von 20 Jahren von 30 595 Bewohnern auf 26 515 geschrumpft, die von Allagen von 2966 auf 2555 und die von Niederbergheim von 1385 auf 1186. „Von den Folgen des beschriebenen Schwundes bleiben auch wir in Allagen und Niederbergheim nicht verschont. Wir wollen und müssen uns darauf einstellen und Gegenstrategien entwickeln – den Anfang wollen wir heute machen – gemeinsam mit Euch allen – wir sind überglücklich, dass Ihr unserer Einladung in so großer Zahl gefolgt seid!“ Herzlich hieß er dann die beiden Moderatoren des Nachmittags, Carsten Risse und Burkhardt Keseberg, willkommen. In seiner unnachahmlichen Weise griff C. Risse die Worte seines Vorredners auf, zog die Besucher gekonnt mit kleinen Kunststückchen in seinen Bann und rief dann die erste Phase der Dorfkonferenz auf, in deren Verlauf die Gäste reichlich Punkte auf grünen Kärtchen notierten, was ihnen an und in Allagen gefällt. Nach einer kleinen Zwischenaussprache notierten die Besucher in Phase 2 auf roten Kärtchen, was sie an und in Allagen zu bemängeln hatten. Blaue Kärtchen blieben der Phase 3 vorbehalten, die unter dem Motto stand “Auch spinnen ist erlaubt!“ Hier galt es zu nennen, welche Veränderungen anzustreben bzw. wünschenswert seien. Von ganz banalen Kleinigkeiten wie der Einführung einer besseren Kommunikation durch Aufstellen von Plakatwänden bis hin zur Schaffung ortsnaher Bau- bzw. Arbeitsplätze reichte die Palette der Wünsche.
Für Heiterkeit sorgte der Wunsch, das Hotel Postillion wieder in Betrieb zu nehmen und dort ein „Etablissement“ einzurichten, wobei der ungenannte Ideenfinder seine Vorstellung nicht weiter präzisierte.
In Phase 4 stellten die Initiativkreis-Mitglieder vor den mit Zetteln gespickten, nach Themen platzierten Stellwänden Boxen auf, in denen interessierte Besucher ihre Bereitschaft abgeben konnten, an bestimmten Themenbereichen

-Heimat/Geschichte/Kultur/Tourismus; Ortsbild/Verkehr/Bauen/Wohnen; Alleinstehende/Familien/Senioren; Kinder/Jugendliche; Arbeitsplätze/Versorgung/Infrastruktur; Bürgerschaftliches Engagement/Tradition/Brauchtum –

mitzuarbeiten.

Deutliche Worte fanden abschließend die Motoren des Initiativkreises S. Kutscher und H. Münstermann: „Wir hatten heute einen tollen Auftakt und hoffen natürlich auf eine ähnlich gute Beteiligung in einer Woche in Niederbergheim. Hinsichtlich der künftigen Vorgehensweise möchten wir Euch mitteilen, dass wir Euch nach Auswertung aller Vorschläge stets über die Presse und die bald erscheinende „Dorfzeitung“ informieren, was als Nächstes ansteht. Wir bitten Euch, auch zu Hause weiter über unsere gemeinsame Dorfentwicklung zu diskutieren und uns Ergebnisse mitzuteilen. Wir werden alle, die das wünschen, auch weiterhin eng mit in unsere Arbeit einbinden!“

Herzlich dankten S. Kutscher und H. Münstermann dann noch einmal den beiden engagierten Moderatoren – „Ihr habt Eure Arbeit super gemacht! Wir danken Euch und hoffen weiter auf Eure Unterstützung!“ – und riefen dann abschließend allen Besuchern zu: „Seit Dezember 2012 sind wir aktiv – wir können erste Erfolge vorweisen – jetzt geht es darum, dass Ihr, gemeint ist jeder Einzelne, Euch einbringt, zur Stärkung des Wir-Gefühls beiträgt und die Entwicklung Allagens und Niederbergheims aktiv und engagiert begleitet!“