Bunter Frühlingsempfang in der Schützenhalle Allagen

Frühlingsempfang in der Schützenhalle Allagen

Allagen (thof) ∎ Hocherfreut begrüßten die Ortsvorsteher aus Allagen (Gerald Wege) und Niederbergheim (Christian Lenze) sowie die Initiativkreis-Protagonisten Siegfried Kutscher und Heinrich Münstermann alle Besucher, die erwartungsvoll gestimmt und bestens gelaunt in die Allagener Schützenhalle kamen, um am ersten Frühlingsempfang beider Ortsteile teilzunehmen. Gern posierten sie dann für einen Schnappschuss, vielleicht, um so auch später dokumentieren zu können, dass sie dabei waren.Frühling6
Ein besonderer Gruß galt natürlich Pastor Raoul van Lieshout, dem Königspaar der Bruderschaft Petra und Stefan Hübner, Prinz Rüdiger Roderfeld sowie vielen Vereinsdelegierten, die zum Teil in Uniform erschienen waren und damit für ein buntes Bild in der Halle sorgten. Die Moderation der Vormittags-/Mittagsveranstaltung übernahm dann in gewohnt souveräner Form das Initiativkreis-Team S. Kutscher/H. Münstermann, die sich zunächst den besten Wünschen der Ortsvorsteher anschlossen und dann allen Initiativkreis-Mitarbeitern, Vertretern des TuS Allagen und der VAK-Damengarde herzlich für die Vorbereitung der Veranstaltung und die Bedienung am Samstag selbst dankten. Mit in ihren Dank schlossen sie auch Marc Severin ein, der dafür sorgte, dass jeder Besucher auch alles sehen und hören konnte. In kurzen Statements stellten beide Ortsvorsteher dann noch einmal heraus, dass sich durch das Engagement des Initiativkreises ein deutlich feststellbares „Wir-Gefühl“ entwickelt habe: „Die Meisten unserer Mitbewohner/innen haben erkannt, dass nur gemeinsam etwas zu erreichen ist und dass die Fähigkeiten vieler gefordert sind, um Veränderungen zu bewirken, durch die unser Umfeld liebens- und lebenswerter wird!“ Unter dem Beifall aller Besucher stellten sie mit Nachdruck fest: „Das haben wir sicher den beiden Aktivisten und Ideengebern S.Kutscher/ H. Münstermann und ihrem Team zu verdanken – ihnen allen gebührt unser aller Dank!“

Anschließend sorgte S. Kutscher auch mit seinen bewusst kurz gehaltenen Jahresrückblick für große Überraschung, war doch vielen Gästen – bestimmt auch Insidern – kaum bewusst, was sich im Laufe des vergangenen Jahres alles getan hat – sicher auch häufig unter Mitwirkung des Initiativkreises. Er erinnerte an bedeutende Festlichkeiten, an die Auswirkungen des Möhne-Life-Projektes, die Arbeiten an der B 516, Bauarbeiten an der Niederbergheimer Kapelle, an Orgelsanierung und Orgelkonzert in der Antoniuskapelle, Wahl neuer OV’s, Dorfkonferenzen, Besuch des WDR in Allagen, Weihnachtsmarkt und Adventskalender sowie vieles andere mehr.

Fast ungläubig nahmen die aufmerksam zuhörenden Besucher zur Kenntnis, dass eine stattliche Zahl von Neubürgern nach Allagen
(2513 E. – 125 Neubürger) und Niederbergheim (1210 E. – 147 Neubürger) zog und sich immerhin 5 Paare im Haus Dassel trauen ließen. Mit einem kurzen historischen Rückblick – so erfolgte vor 65 Jahren der ersten Spatenstich für den Bau der Möhnetalhalle Allagen – auf die Entwicklung beider Ortsteile schloss S. Kutscher seinen hochinteressanten und informativen Vortrag ab.

Viel Spaß hatten alle Gäste dann bei Liedvorträgen des Plattdeutschen Kreises. Frühling7_1Nach einem Frühlingslied lud Rainer Kleeschulte alle Besucher herzlich, beim bekannten Kinderlied – Fuchs, Du hast die Gans gestohlen – einzustimmen – wenn möglich allerdings in Plattdeutsch: „Voss, Diu, hiäst dian Ganther klemmet“.

 

Deutlich beschaulicher wurde es, als S. Kutscher den „Überraschungsgast“ des Tages, den aus Allagen stammenden, Frühling11jetzt in Soest wohnenden Prof. Dr. Ferdinand Ferber, ankündigte, der sich nach seiner Verabschiedung in den Ruhestand seit geraumer Zeit mit enormen Aufwand und großem Engagement der Ahnenforschung widmet. Kurz schilderte der Wissenschaftler, der an der Uni Paderborn lehrte, welche Quellen er nutzt – Haus Dassel, Haus Kupferhammer, Museen des Landschaftsverbandes und der Kirche in Paderborn, u.a. – und beschrieb dann, was er diesen Quellen entnehmen kann.

Mit großem Interesse folgten die Zuhörer seinen Ausführungen über örtliche alte Familiennamen und stellte Zusammenhänge zwischen ihnen dar. Ein großartiger Vortrag, den Prof. Ferber sicher noch einmal halten sollte – dann allerdings vor älteren heimischen Bewohnern, die einen noch engeren Bezug zu dem Thema haben dürften. Mit Spannung warteten alle Gäste dann auf die Auflösung der „Wetten- dass-Aufgabe“, die S. Kutscher zu Beginn beiden OV’s gestellt hatte: „Wetten, dass Ihr es nicht schafft, je drei Männer und Frauen aus Allagen bzw. Niederbergheim auf einen in der Halle ausgelegten grünen Teppich zu holen, die ein Glas Bier trinken und dazu unter musikalischer Begleitung durch das Blasorchester Allagen das bekannte Lied „Auf die Vogelwiese ging der Franz…!“ singen!“ Da beide Ortsteile die Aufgabe erfüllten, die Niederbergheimer aber das Lied besser sangen, löste S. Kutscher seinen Wetteinsatz ein und machte unter dem Beifall des gesamten Hauses gemeinsam mit Allagens OV Wege stattliche 33 Liegestütze.

In lockerer Form ließen Veranstalter und Besucher den Empfang dann bei bester Stimmung ausklingen.