Über 150 Teilnehmer bei BI Sternmarsch!!!

BM-Kandidaten einhellig gegen Windräder im Wald

Warstein (thof) ∎ Sehr zufrieden zeigten sich die Mitglieder der Bürgerinitiative „Windkraft im Arnsberger Wald – nein danke“ über die großartige Zahl von Teilnehmern aus allen Ortsteilen der Stadt Warstein. Sternförmig waren sie bei strahlendem Sonnenschein zum „Dreiländereck“ gewandert, um den Mitgliedern der BI deutlich zu machen,BI-Wind111 dass sie in ihrem Kampf gegen den Bau von Windrädern im Arnsberger Wald viele Mitstreiter an ihrer Seite haben. Während sich die Teilnehmer an der DEMO
– darunter auch eine stattliche Abordnung von Campern der beiden Campingplätze „Wiggeshoff“ und „Wannetal“ – natürlich von ihren Treffpunkten aus gemeinsam zum Ziel wanderten, starteten die 5 BM-Kandidaten Karl-Heinz Ricken, Dr. Thomas Schöne, Thomas Enste, Manfred Weretecki und Jochen Köster BI-Wind222mit einem Bulli am Parkplatz „Eisenberg“ und wurden auf dem Weg zum Treffpunkt von BI-Aktivist Hubert Struchholz bestens über die Lage der vom Land NRW ausgewiesenen Vorrangzone, über Eigentümerverhältnisse, das vielfältige Vorkommen von Quellen und vieles andere mehr informiert.
Von der Schutzhütte – an der Einmündung der Verbindung zum Waldstadion gelegen – ging es dann per pedes weiter, so dass alle Teilnehmer die Möglichkeiten hatten, sich an die 5 Kandidaten zu wenden und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

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Kleine Pausen nutzten Willi Hecker und Paul Franke, auf tiefgreifende Probleme hinzuweisen, die sich nach Meinung der BI aus dem Bau der Windkraftanlagen ergeben würden.

Vor Ort stellte Dirk Störmann, Mitglied der BI, dann noch einmal die Ausgangslage ein, nannte dabei Details zum Bau der geplanten Windkraftanlagen und bekräftigte in eindrucksvoller Weise:

„Die Nabenhöhe der geplanten Anlagen liegt bei ca. 150 m Höhe, die Flügelspitzen ragen bis zu einer Höhe von über 200 m in die Luft. Um sie bauen zu können, müssen Anfahrtsstraßen – z.B. der Rennweg – autobahnähnlich ausgebaut werden; pro Rad sind ca. 650 Fahrten von Schwerlastfahrten mit 150 t nötig; für jedes Fundament müssen ca. 1 500 Kubikmeter Beton eingebaut werden!“ Staunend nahmen die Teilnehmer diese Zahlen zur Kenntnis.

Hubert Struchholz ging anschließend u.a. auf Grundlagen des Artenschutzes ein und machte so deutlich, welche Auswirkungen der Bau auf das System „Arnsberger Wald“ haben würde.

Gern ergriffen danach die 5 BM-Kandidaten das Wort. Einhellig und mit großem Nachdruck stellten alle Kandidaten unmissverständlich klar: „Wir sind selbstverständlich für die Nutzung alternativer Energie – Windkrafträder im Arnsberger Wald wird es allerdings mit uns nicht geben!“ Viele Sternmarsch-Teilnehmer nutzten dann die Möglichkeit, Zusatzfragen an die BM-Kandidaten zu stellen, die allesamt mit dem Tenor beantwortet wurden, dass die Stadt Warstein Gebiete ausweisen sollte, wo die Nutzung von Windkraft möglich sei und dem Naturschutz Rechnung getragen werde. Mit langanhaltendem Beifall bedachten die Besucher der DEMO die abschließende Einlassung des Erwitter Diplom-Ingenieurs und Kinder Psychiaters Nikolai Katterfeld,BI-Wind122 der nachdrücklich davor warnte, wirtschaftlichen Erwägungen nachzugeben und dafür ein wichtiges Stück unberührter Natur zu opfern: „Natur ist nicht nur schön und wünschenswert. Sie ist vielmehr die Grundlage eines gesunden Lebens. Wir sind verpflichtet, unseren Nachkommen eine l(i)ebenswerte Welt zu hinterlassen – daher können wir uns nur gegen Windkraftgewinnung im Arnsberger Wald aussprechen!“

Abschließend machte H. Struchholz noch einmal deutlich, dass sich die Bürgerinitiative weiterhin für den Schutz des Arnsberger Waldes einsetzen wird und alle Kräfte bündeln möchte, um erfolgreich zu sein: „Wir kämpfen für Euch – unterstützt uns daher, damit wir uns gegen wirtschaftliche Bestrebungen einiger weniger bestehen können. Der Erhalt der Natur sollte uns beflügeln, alles daran zu setzen, die geplanten Anlagen zu verhindern!“