Haus Dassel

Das Haus Dassel

Haus Dassel

Wer durch Allagen auf dem schönen Radweg radelt oder wandert, oder einfach auf dem Weg ins Dorf ist, kommt zwangsläufig an dem wunderschönen alten „Haus Dassel“ vorbei . 

 

Viele Besucher Allagens sind von der Schönheit dieses Hauses beeindruckt und fragen nach der Geschichte dieses Hauses: Viktor Röper, der ein Eisen- und Kettenwerk um 1840 an der Möhne errichtete, ließ diese prächtige Villa bauen. Später wurde das Haus mehrmals umgebaut und verändert. Zunächst gab es dort keinen Turm. Der Vorbau an der Nordseite wurde später angebaut. Die Marmorverkleidungen im Inneren, die Säulen und Kamine gehören auch zu den später hinzu gefügten luxuriösen Veränderungen der Villa. Die Firma Röper meldete im Jahre 1860 Konkurs an. 

Danach um 1867 bekam die Villa einen neuen Besitzer; die“Westfälischen Marmorwerke AG“ investierten in ihre Firma damals die enorme Summe von 2,5 Millionen Mark, um hier westfälischen Marmor zu verarbeiten. Durch die großen Transportschwierigkeiten von und nach Lippstadt und Soest , die auch schon bei der Firma Röper große Probleme verursacht hatten, gingen auch 1879 die neuen Marmorwerke in Konkurs. 

 

Haus Dassel

Im Jahre 1886 pachtete Georg Dassel aus Düsseldorf den Betrieb und ein Jahr später kaufte er das ganze Anwesen und bezog mit seiner Frau und den vier Kindern (Georg, geb. 1883) , Paul ( geb. 1884) , Helene (geb. 1885) und Else diese Villa. Das Werk wurde von Grund auf modernisiert. Turbinen ersetzten die Wasserräder. Für wasserarme Zeiten wurde zusätzlich eine Dampfmaschine angeschafft . Das Werk erlebte einen großen Aufschwung, als die Eisenbahnlinie Soest-Belecke-Brilon gebaut wurde. Am Ende der sechziger Jahre wurden Überlegungen von der Firmenleitung angestellt, das Werk von Allagen zum Lietwerk umzusiedeln. So kam es, dass der damalige Gemeinderat von Allagen das jetzige Haus Dassel mit den gesamten Außenanlagen für Gemeindezwecke kaufen konnte. Die alten Fabrikgebäude wurden abgerissen und das Gelände parkähnlich gestaltet.

Im September 1974 musste die Allagener Schule für ein Jahr wegen Raumnot einige Räume für drei Schulklassen benutzen. Einige Vereine nutzen die Möglichkeit, leer stehende Räume für Ihre Zwecke zu nutzen: In diesem Haus sind heute Blasorchester, Fanfarencorps, SGV, VHS und Amateurfunker zu finden.

Der ehemalige Grundschulrektor Heinz Mus, Familie Ferber und Karl Rüther haben tatkräftig geholfen, das heutige Museum zu schaffen und einzurichten. Das Museum besteht aus einer alten Schulstube, einem Sakralraum, einer kleinen Bibliothek und einem Raum mit landwirtschaftlichen Geräten aus alter Zeit.