Geschichte

Die Geschichte Allagens

Allagen wird urkundlich zum ersten Mal im Jahre 1072 erwähnt, und zwar in einer Urkunde vom Kloster Grafschaft im Sauerland. Es dürfte aber die Siedlung Allagen oder „Anlagen“ schon um 800 gegeben haben, aber nicht im Möhnetal, sondern am Südhang der Haar. Um diese Zeit sind von Soest aus an vielen Stellen auf der Haar die Wälder gerodet und Pfarreien gegründet worden. Die Ursiedlung auf der Haar wurde unter dem Namen „Oister-Allagen“ überliefert.

Um 1100 war der Urwald im Gebiet der Möhne nur noch zum Teil vorhanden. Zu dieser Zeit haben unsere Vorfahren wohl westlich von Oister-Allagen ein neues Dorf, nämlich Westendorf, gegründet. Wahrscheinlich wurde schon wenige Jahrzehnte später die Siedlung Oister-Allagen wegen Wassermangels auf der Haar aufgegeben und Allagen am Südufer der Möhne neu gegründet. Um 1150 begann die Gründung des heutigen Ortskerns um die Kirche herum. Wirtschaftlich spielten in früheren Zeiten Land- und Forstwirtschaft in Allagen die bedeutende Rolle, während sich auf den fruchtbaren Böden auf der Haar bedeutende Gutshöfe entwickelten, – die Haarhöfe. Aufgrund der Landgemeindeverordnung von 1841 wurde aus den Ortschaften des Kirchspiels Allagen, nämlich Westendorf, Oberbergheim, Niederbergheim, Haarhöfe und Allagen die Gemeinde Allagen.

Seit dem 1.1.1975 ist Allagen keine selbständige Gemeinde mehr, sondern ein Stadtteil der neu gegründeten Stadt Warstein. Acht vormals selbständige Gemeinden bilden die heutige Stadt Warstein: Allagen, Sichtigvor, Mülheim, Waldhausen, Belecke, Suttrop, Hirschberg und Warstein selbst. Warstein gab als größter dieser acht Orte der neuen Stadt den Namen. Niederbergheim, bisher zu Allagen gehörend, wurde im Jahr 1989 ein eigener und damit der neunte Ortsteil von Warstein. Allagen hat zur Zeit etwa 2499 Einwohner.

Woher kommt der Name?

Der Name Allagen wird verschieden gedeutet: Einige Forscher meinen, Allagen käme von „All-Hagen“. Da das Wort „Hagen“ im Mittelalter Wald bedeutete, ließe diese Erklärung darauf schließen, dass unser Raum vor vielen Jahrhunderten ganz von Wald bedeckt war. Unsere Vorfahren haben dann nach und nach Lichtungen und Schneisen in diesen Wald hineingetrieben und heute den Wald bis hinter den Sportplatz zurückgedrängt. Eine andere Erklärung geht davon aus, dass man ursprünglich „Anlagen“ geschrieben hat. Daraus könnte abgeleitet werden, dass unsere Vorfahren hier an der Möhne eine Siedlungs-Anlage geschaffen haben.